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Markus Schinwald erwirbt und sammelt seit Jahren nach
bestimmten Kriterien Porträts und Akte des 19. Jahrhunderts.
Nachdem er diese Ölgemälde vergessener und meist anonymer
Maler sorgfältig restauriert hat, verändert er durch subtile und
subversive Einfügung bestimmter Elemente – von Masken, Prothesen,
Kleidungs- oder Körperdetails – deren Aussage und macht
sie zu seinem eigenen Werk. Da die Ergänzungen und Veränderungen
exakt in der Manier des ursprünglichen Künstlers gemalt
werden, ist für die Betrachter nur schwer zu erkennen, wie dieses
Spiel mit verschobener Wahrnehmung und Wirkung funktioniert.
Für das Kunsthaus Bregenz wählte der Künstler sechs Details
solcher Gemälde und platzierte sie als Hintergrund in Plakaten,
die an den Stil von Billboards großer Filmproduktionen erinnern. |