Weltweit hat Antony Gormley zahlreiche spektakuläre Projekte in archetypischen
Naturlandschaften wie dem Meer, der Wüste und der Fjordlandschaft
Norwegens realisiert. So stellte er 1997 100 lebensgroße Eisenabgüsse
seines Körpers im Wattenmeer vor Cuxhaven an der deutschen
Nordseeküste auf.
»Horizon Field« ist ein Feld mit 100 lebensgroßen Eisenabgüssen
eines menschlichen Körpers auf 2039 m Seehöhe. Die Skulpturen sind
auf etwa 100 Quadratkilometer des hinteren Bregenzerwaldes sowie des
Hochtannberg- und Arlberggebietes verteilt und erstrecken sich von
der Kanisfluh bis zum Flexen- und Arlbergpass. Von jedem Punkt aus soll
es möglich sein, mindestens eines der Werke zu sehen, deren Abstand
je nach topografischer Lage mehrere 100 Meter bzw. einige Kilometer
beträgt. An manchen Örtlichkeiten wird man daher auch viele Figuren auf
einmal sehen können. Ihre gedachte Augenlinie ist exakt auf einer Höhe
eingepeilt, sodass alle 100 Figuren eine ideale Horizontlinie innerhalb der
Alpenregion bilden.
Die Idee dieses Feldes ist die Verbindung von Sehen und Gesehenwerden
mit der zentralen Rolle des Menschen und seiner Beziehung zur Alpenlandschaft.
Das Werk wird dem Wechsel der Jahreszeiten, des Lichtes und des Wetters unterworfen sein und somit immer wieder neue
Wahrnehmungen und Eindrücke erlauben.
Die 100 Figuren von Antony Gormley sind Volleisenabgüsse vom
Körper des Künstlers. Alle Figuren sind ca. 189 cm hoch, 53 cm breit und
29 cm tief – das Gewicht beträgt 640 kg.
Das Projekt Horizon Field von Antony Gormley ist in Planung für 2010.
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