Donald
Baechlers umfangreiches Werk umfaßt Bilder, Zeichnungen, Druckgraphiken,
Objekte und Skulpturen mit einem breiten Formen- und Stilrepertoire,
angesiedelt zwischen Abstraktion und dem narrativen Charakter von
Phantasiewelten.
1956 in Hartford, Connecticut, geboren, studierte Baechler 1974-1977
am Maryland Institute, College of Art in Baltimore, 1977/78 an der
Cooper Union in New York und 1978/79 an der Städelschule in
Frankfurt a.M. Er lebt und arbeitet in New York.
Tulpen- und Spielkartenmotive oder auch die wiederholte Darstellung
des Tannenbaums in einer kindlichen Manier sind Beispiele für
die Themen der Werke, die von expressionistisch bis eher beschaulich
wirken können. In Form direkter Collagen oder als echte Fossilien
integriert Baechler weiße Waschlappen oder Unterhosen, Fortune-Cookies
oder echte Kinderzeichnungen in seine Bilder. Die Bilder werden
vielfach weiterverarbeitet, so daß sie nicht selten wie Patch-Work-Arbeiten
wirken, deren Einzelteile nahtlos zusammengesetzt sind und ineinander
übergehen. Abstrakte Strukturen wie einfache Linien auf kunstvoll
grundierten Leinwänden betonen nicht selten eine formale Strenge
mit einer Art von spröder Sinnlichkeit.
Vor allem in seinen zahlreichen druckgraphischen Arbeiten schafft
Baechler nicht ohne Witz und Humor eine Bildersprache einer populären
Kultur, die ihm fast gleichzeitig mit Keith Haring und Jean-Michel
Basquiat einen großen Bekanntheitsgrad verschafft hat und
ihm die Bezeichnung eines Pop-Art-Künstlers der zweiten Generation
eingetragen hat.
Andererseits ist Baechler auch ein Vertreter der sogenannten "Second
New York School", die - zusammen mit Künstlern wie Christopher
Wool, Philip Taaffe oder Ross Bleckner und Peter Halley - in einer
neuen Abstraktion zum einen mit Paradigmen der Schrift als formales
Mittel arbeitet, zum anderen mit Formen der Bilderschrift oder Dekorationselementen
experimentiert.
Baechler stellte schon früh international aus, u.a.
1980 im Studio d'Arte Cannaviello, Mailand, 1984 bei Ascan Crone,
Hamburg ("Neue Bilder"),
1987 im Grand Palais, Paris ("Terrae Motus"), 1988 im
Museum of Modern Art, New York,
1989 in der Paul Kasmin Gallery, New York, und im Withney Museum
of American Art, New York,
1991 in der Galerie Gisela Capitain, Köln, 1992 im Museum Ludwig,
Köln, und im Centre Georges Pompidou, Paris ("Regard multiple"),
1993 im Centro de Arte Reina Sofia, Madrid ("Parallel Visions:
Modern Artists and Outsider Art"),
1994 in der Galerie Thaddaeus Ropac, Paris,
1995 in der Kunsthalle Bielefeld.
Neueste Einzelausstellungen sind u.a.
1996 Baron/Boisante, New York und
1997 in der Robert Miller Gallery, New York ("New Paintings"),
und in der A/D Gallery, New York. |