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Georg
Baselitz wurde 1938 als Hans-Georg Kern in Deutschbaselitz/Sachsen
geboren; 1950 übersiedelt seine Familie nach Kamenz. Als 14jähriger
malt Baselitz Porträts, religiöse Themen, Stilleben und
Landschaften, zum Teil in futuristischem Stil. 1956 wird er an die
Hochschule für Bildende und Angewandte Kunst in Ost-Berlin
aufgenommen, von der er nach zwei Semestern wegen "gesellschaftspolitischer
Unreife" verwiesen wird. 1957 bewirbt er sich erfolgreich an
der Hochschule für Bildende Kunst in West-Berlin, wohin er
auch übersiedelt.
Seit 1958 malt er eigenständige Bilder, nimmt 1961 den Künstlernamen
Georg Baselitz an, verfaßt gemeinsam mit Schönebeck das
"1. Pandämonische Manifest" und schließt 1962
das Studium ab. 1963 erste Einzelausstellung in der Galerie Werner
& Katz in Berlin, aus der die Bilder "Die große Nacht
im Eimer" und "Nackter Mann" von der Staatsanwaltschaft
beschlagnahmt werden. Baselitz beschäftigt sich seit 1965 mit
der Graphik des Manierismus. Bis Mitte 1966 malt er an der Folge
der "Helden", übersiedelt nach Osthofen bei Worms,
wo bis 1969 die "Fraktur"-Bilder, eine Serie mit ländlichen
Motiven, entstehen. 1969 entsteht nach dem Gemälde "Wermsdorfer
Wald" von Louis-Ferdinand von Rayski sein erstes Bild, in dem
das Motiv auf dem Kopf steht: "Der Wald auf dem Kopf".
Es folgt die Gruppe der Freunde-Porträts. Baselitz führt
1972 die Fingermalerei als Technik ein und malt bis 1975 die sogenannten
"Fahnen", an die Wand genagelte Leinwandstreifen.
1975 übersiedelte er nach Derneburg bei Hildesheim. Ein Jahr
später richtet sich der Künstler ein zusätzliches
Atelier in Florenz ein, das er bis 1981 benützt. 1977 wird
er er an die Staatliche Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe
berufen, wo er 1978 die Professur erhält. 1980 zeigt Baselitz
im deutschen Pavillon der Biennale von Venedig seine erste Skulptur
"Modell für eine Skulptur" (1979/80). Er wechselt
1983 als Professor von Karlsruhe an die Hochschule der Künste
in Berlin. 1985 verfaßt er das Manifest "Das Rüstzeug
der Malerei".
Seit 1987 ist er im Atelier in Imperia an der italienischen Riviera
tätig. 1988 gibt er die Berliner Professur auf, tritt 1992
sogar aus der Akademie der Künste in Berlin und nimmt neuerlich
eine Professur an der Hochschule der Künste in Berlin an, wo
Georg Baselitz zur Zeit auch lebt. |