| Hans-Peter
Feldmann, geboren 1941 in Hilden, ist für Insider der Kunstszene
eine Kultfigur. Der Mythos, der seine Person umgibt, hat seine Berechtigung,
denn kaum einer hat mit solcher Konsequenz sein Konzept verfolgt,
keiner verweigerte sich so hartnäckig dem Kunstmarkt. Die zwischen
1968 und 1980 entstandenen Arbeiten vernichtete Hans-Peter Feldmann
alle, sofern sie sich noch in seinem Besitz befanden.
Nach einer klassischen Ausbildung an der Kunstakademie Düsseldorf
arbeitete Feldmann zunächst als Maler. Präzise bildete
er banale Alltagsgegenstände ab, wie Stempel oder Bleistift,
und vermied jeden persönlichen Stil. Ziel war die totale Simplizität
der Gemälde. Wie viele Künstler der 68er Generation stellte
Feldmann den tradierten Kunstbegriff in Frage, und am Ende der Diskussion,
in der auch Walter Benjamins Beitrag über die Fragwürdigkeit
des Originals eine wichtige Rolle spielte, stand der Ausstieg aus
dem Bild.
Feldmann wandte sich der Fotografie zu - der Fotografie trivialer
Gegenstände und Situationen. So legte sich Feldmann einen Bilderfundus
an: Zeitungs- und Illustriertenfotos, alte Privatalben, Postkarten,
Reproduktionen, Plakate. Er sammelte, ordnete, kolorierte und fotografierte.
Damit wollte Feldmann zeigen, wie Bildklischees unsere Wahrnehmung
und unsere Vorstellungswelt prägen. Zuerst entstanden Hefte,
in graue Pappdeckel gebunden, unsigniert - Konsumware, die in der
Galerie an Fäden von der Decke hing; Serien von Menschen, Bergpanoramen,
Werkzeugen, Mänteln, Tieren, Stühlen, Knien - banale Motive
in unendlicher Wiederholung.
Einige Buchproduktionen: 1975 Bilder, Kunstraum München 1989
Das Museum im Kopf, Autor Werner Lippert, Verlag Walther König,
Köln 1991 Eine Firma, Siemens AG, Berlin u. München 1994
Ferien, Secession, Wien 1994 Familienfotos, "Das Plakat"
museum in progress/Austrian Airlines, Wien 1996/97 Ein Energieunternehmen,
EVN, eine Ausstellung mit einem Katalog, Niederösterreich
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