Fraser, Andrea
 

Andrea Fraser, geboren 1965 in Billings, Montana, lebt in New York. In den späten achtziger Jahren verschieben sich die ökonomischen und sozialen Rahmenbedingungen für Kunstproduktion und -rezeption. In dieser Situation beginnt eine Generation jüngerer Künstler und Künstlerinnen diese Bedingungen selbst wieder zum Thema ihrer Arbeit zu machen, für die sich die Bezeichnungen "Institutionelle Kritik" oder "Kontext Kunst" durchsetzen.

Frasers Arbeiten in Form von Performances, Videos, Künstlerbüchern, Fotos, Interviews, Texten und Audio-Installationen verstehen sich als Kritik und Interventionen gegenüber dem institutionellen Rahmen bzw. dem Kontext, in dem sie als Künstlerin agiert. Beispielsweise führt sie in ihren "Gallery Talks" als fiktive "Dozentin Jane Castleton" durch Museen, um das Machtgefüge in der pädagogischen Situation einer Führung und der Institution "Museum" aufzudecken.

Weiters beschäftigt sie sich mit Geschmacksfragen und deren Rolle bei der Entstehung und im Umgang mit Kunstsammlungen, z.B. im Rahmen ihrer Ausstellung im Münchner Kunstverein 1993, und führt Analysen der internen Strukturen von Institutionen im Kunstbereich durch, z.B. der EA-Generali Foundation in Wien 1995.

Andrea Fraser vertrat, gemeinsam mit Christian Philipp Müller und Gerwald Rockenschaub, Österreich auf der Biennale in Venedig 1993. Weitere wichtige Ausstellungen und Projekte waren neben den oben erwähnten u.a.: "Biennial Exhibition", Whitney Museum, New York 1993; "Kontext Kunst", Graz 1993.


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