Gappmayr, Heinz
 

Heinz Gappmayr wurde am 7. Oktober 1925 in Innsbruck geboren, wo er seither lebt und arbeitet. Seit den frühen sechziger Jahren beschäftigt er sich künstlerisch mit Wort und Bild.

Ausgehend von der Richtung der "konkreten Poesie" entwickelt er ab 1961 eine eigenständige Bild-Sprache, die vom Konzept der "Syntax der Fläche" ausgeht. Ontologische Begriffe und Relationen, die seine größte Werkgruppe bilden, spielen bereits jetzt eine entscheidende Rolle. 1963 ist er Teilnehmer der Ausstellung "Schrift und Bild" in Amsterdam und Baden-Baden. Parallel zu der damals beginnenden regen Ausstellungstätigkeit entstehen zahlreiche theoretische Schriften.

Seine erste Einzelausstellung in Österreich findet 1970 in der Galerie nächst St. Stephan in Wien statt. 1979 beginnt er, seine Arbeiten auf Papier in den Raum zu übertragen. Für diese "Text-Bilder" verwendet er jetzt Klebebuchstaben und Klebeband. Um 1989 entstehen die ersten "Text-Bilder" - mit Leinwand überzogene Holzkörper -, die jedem einzelnen Text seinen eigenen Raum geben. Sie wurden zuerst in der Galerie Dorothea van der Koelen in Mainz präsentiert.

In den 90er Jahren spielt die Farbe eine größere Rolle als bisher, vereinzelt arbeitet er auch mit der Photographie. Neben "Zeit und Raum" befaßt er sich in vielen Bildtexten jetzt auch zunehmend mit der Fläche, dem Bild selbst. Bis heute umfaßt Gappmayrs Werk etwa 2000 Arbeiten. Die Ausstellung in der Kunsthalle Wien 1997 zeigt alle wichtigen Werkgruppen seit 1961. Der Katalog ist zugleich der zweite Band eines 1990 begonnenen, vollständigen Oeuvreverzeichnisses.


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