Knap, Jan
 

Jan Knap wurde 1949 in Chrudim/CR geboren. Er studierte 1970-1072 bei Gerhard Richter in Düsselsdorf und war mit Milan Kunc und Peter Angermann an der Gründung der Künstlergruppe NORMAL beteiligt (1979). 1982 - 1984 besuchte er das Priesterseminar in Rom, anschließend wohnte und arbeitete er in Köln und Modena. Seit 1992 lebt und arbeitet er wieder in Tschechien.

Seine Bilder sind kleinbürgerliche, mit bildlichen Accessoires katholischer Symbolik durchsetzte Szenerien, die durch eine betont spöttische Haltung eine ikonografische Kreuzung zweier "Welten" erreichen - die der Evangelien und des geistigen Lebens einerseits und die des modernen Lebens und der Alltagswirklichkeit andererseits. Die Besonderheit der kleinformatigen Allegorien entsteht durch die an mittelalterliche Tafelbilder erinnernde Malweise. Dies gilt auch für die szenische Anordnung von Menschen und Objekten, die wie vor einer Filmkulisse plaziert erscheinen. Fast immer sind die dargestellten Personen Mutter und Kind (Maria und Jesus), Familiendarstellungen (Hl. Familie) oder Engel und Heiligenfiguren, deren Umgebung und die dazugehörenden Gegenstände dem modernen Alltag entstammen und innerhalb der Szene zu einer ironischen Einheit verschmelzen.

Ausstellungen in den Galerien Hans Jürgen Müller, Köln (1985); Galerie Paul Maenz, Köln (1986); Holly Solomon, New York (1988); Galerie Hlavniho mesta Praha (1990); Studio Raffaelli, Trento (1991); Galerie Grita Insam, Wien; Franco Toselli, Mailand (1993). Teilnahme an den Ausstellungen "Prospekt", Frankfurt (1989) und "Melencolia"; "Der zerbrochene Spiegel", Kunsthalle Wien (1993). Grita Insam, Wien; Franco Toselli, Mailand. Teilnahme an den Ausstellungen "Prospekt", Frankfurt (1989) und "Melencolia"; "Der zerbrochene Spiegel", Kunsthalle Wien (1993).

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