Koons, Jeff
 

Jeff Koons, geboren 1955 in York, Pennsylvania, studierte an Kunsthochschulen in Chicago und übersiedelte 1977 nach New York. Neben einer Karriere als Börsenmakler profilierte er sich im Kunstkontext ab den frühen achtziger Jahren mit ästhetischen Inszenierungen neuer Haushaltsgeräte und anderer alltäglicher Objekte. Seine in transparente Plexiglasvitrinen eingelassenen Staubsauger und seine später entstandenen polierten Alu-Abgüsse eines Spielzeughasen, einer Modelleisenbahn u.ä. zählen gemeinsam mit rokokoartigen Büsten u.a. von Michael Jackson und seinem Äffchen zu den meistabgebildeten Beispielen postmoderner Entwicklungen in der bildenden Kunst der achtziger Jahre.

Seine Orientierung an Trivialkultur und Konsumdenken weiter zuspitzend, wandte sich Koons in den späten achtziger Jahren verstärkt dem Thema Pornographie zu. Der Künstler - mit Büro am New Yorker Broadway - machte bei der Biennale von Venedig 1990 erstmals seine Liaison mit Ilona Staller, die als Sex-Ikone "La Cicciolina" geradezu prototypisch pornographische Verführungslogiken der Warenkultur repräsentiert, zum Gegenstand seines Schaffens. Die pornographische Werkreihe "Made in Heaven", 1991, die Jeff Koons mit seiner nunmehrigen Ehefrau überlebensgroß beim Liebesakt wiedergibt, sicherte ihm via Medien größte internationale Aufmerksamkeit und Star-Status.

1992/93 präsentierte Koons, mittlerweile wieder von Cicciolina geschieden, sein Gesamtwerk in einer Wanderretrospektive - u.a. im Stedeljik Museum in Amsterdam, in der Staatsgalerie Stuttgart und im Museum of Modern Art in San Francisco.

   
 
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