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Hermann Nitsch, geboren 1938 in Wien. Seit
1957 verfolgt er die Idee des Orgien-Mysterien-Theaters, eines
sechs Tage dauernden Festspiels, welches ihn von da an unablässig
beschäftigt und in welchem sich alle seine künstlerischen
Bestrebungen sammeln. Das O. M. Theater ist eine neue Form des
Gesamtkunstwerkes. Reale Geschehnisse werden inszeniert. Alle
fünf Sinne der Spielteilnehmer werden direkt beansprucht. |
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| 1960
- 66 |
Aktions- und Ausstellungstätigkeit
in Wien, die mehrere Prozesse und Gefängnisstrafen nach
sich zieht. Aus der Auseinandersetzung mit Blut, rohem Fleisch,
Gedärmen und geschlachteten Tieren (im Zusammenhang mit
seinem Theaterprojekt), entwickelt sich die Malerei des O. M.
Theaters. In der Folge Ausstellungen und Aktionen in New York,
Los Angeles, Vancouver, Berlin, München, Paris, Mailand,
Bologna, Florenz, Triest, London, Neapel und anderen Städten. |
| 1971
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Ankauf von Schloß Prinzendorf |
| 1972
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Teilnahme an der Documenta 5 |
| 1982
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an der Documenta 7 |
| 1983
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große Retrospektive im Van Abbe-Museum,
Eindhoven |
| 1984
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in Prinzendorf die 80. und bisher größte,
drei Tage und drei Nächte dauernde Aktion |
| 1987
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Veranstaltung der 20. Malaktion in der
Wiener Secession. In der teilweise öffentlichen Aktion
malt er seinen bisher größten Zyklus von Schüttbildern.
Nach mehr als dreijähriger Arbeit findet die Druckgraphikmappe
"Architektur des Orgien-Mysterien-Theaters" ihren
Abschluß. |
| 1988
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Teilnahme an der Internationalen Biennale
in Sydney |
| 1988/89
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Retrospektive mit Werken aus den Jahren |
| 1960-1988
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in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus
in München, anschließend in erweiterter Form im Museum
Moderner Kunst in Wien |
| seit
1989 |
Lehrstuhl für interdisziplinäre
Kunst an der Städelschule in Frankfurt |
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1998 |
im Sommer findet große, sechs Tage
und Nächte dauernde Aktion in Prinzendorf statt. |