Oursler, Tony
 

Tony Oursler, geboren 1957 in New York, lebt und arbeitet in New York. Oursler studierte wie Mike Kelley, Jim Shaw oder Benjamin Weisman Ende der siebziger Jahre am California Institute for the Arts (CalArts) in Valencia, das durch Lehrer wie Chris Burden, John Baldessari, Laurie Anderson oder Paul McCarthy eine junge Künstlergeneration inspirierte, sich vor allem mit dem Körper, den Medien und der Populär- bzw. Subkultur auseinanderzusetzen.

Neben einer zeichnerischen und malerischen Praxis arbeitet Tony Oursler von Anfang an mit dem Medium Video, das im Laufe der achtziger Jahre zum integralen Bestandteil seiner Installationen wird. Er gestaltet dabei häufig "Horrorkabinette" aus bühnenhaften Kulissen und Requisiten alltäglicher und dürftiger Materialien, in denen jene Effekte im Extrem sichtbar und erfahrbar werden, die in den Massenmedien wirksam sind. Ein zentrales Element sind dabei Stoffpuppen unterschiedlicher Größe, die als Projektionsflächen von Video-Beams dienen und die Bilder dadurch körperlich erscheinen lassen. Zugleich fungieren diese, wie in der Autoindustrie als "Dummies" bezeichneten Puppen, als Stellvertreter der Betrachter beim Zusammenprall der Bilder und Töne der Massenmedien mit dem Körper und der Psyche der Zuseher.


Tony Oursler war u.a. 1992 und 1997 Teilnehmer der Documenta und in den letzten Jahren mit Einzelpräsentationen und Ausstellungsbeteiligungen international präsent.

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