West, Franz
 

Franz West, geboren 1947 in Wien, lebt und arbeitet in Wien. Studierte 1976-1981 an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Bruno Gironcoli. 1992-1994 lehrte er an der Städelschule in Frankfurt.

Seit den siebziger Jahren entstehen die "Paßstücke" - tragbare Skulpturen, Auffassungen der physischen, psychischen, kultischen und profanen Dimensionen der Skulptur, die gegenwärtig zu Möbeln mutieren. Die Skulpturen aus Gips, Pappmaché und Metalldrähten könnten vom Sockel heruntergenommen, herumgetragen oder in verschiedenen Posen an den Körper angelegt werden. Ihre Form ist weder abstrakt noch figurativ, sondern bleibt ambivalent und lädt zu vielen Assoziationen ein.

Auch die ab Mitte der achtziger Jahre zusammengeschweißten Stühle, Fauteuils und Sofas können sowohl als Skulpturen betrachtet als auch als Sitzmöbel benutzt werden. So wie er für die Bemalung seiner Skulpturen Künstlerkollegen einlud, u.a. Herbert Brandl, so gibt es auch bei der Stoffausstattung seiner Möbel Kooperationen u.a. mit Gilbert Bretterbauer oder Peter Kogler.

1990 vertrat Franz West Österreich auf der Biennale in Venedig. Für die Documenta 9, 1992, schuf er eine Installation aus Eisensofas mit Teppichüberwürfen unter dem Titel "Auditorium". Seit seiner ersten Einzelausstellung in der Galerie Hamburger in Wien, zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen.

 

  Sammlung KUB
 
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